Bericht aus dem Jahr 2014

Zwerg-Sulmtaler

Attraktiv und Leistungsstark

Unzählige Bruteier und auch Küken wurden von Zfr. Webers an Interessierte kostenlos abgegeben und da und dort etablierte sich eine Zucht. Natürlich war das Hauptzuchtgebiet um Hannover herum und schon bald standen auf der Deutschen Junggeflügel schau fast 90 Zwerg-Sulmtaler. Aber auch in anderen Landesteilen waren und sind sie gut vertreten.
 
Derbes Zwerghuhn mit Kastenform, beschreibt der Standard unsere Rasse. Die Brust sollte tief, breit und etwas vorgewölbt erscheinen. Der Rücken lang, demzufolge auch eine lange waagerechte Unterlinie. Der Schwanzwinkel sollte in jedem Fall deutlich erkennbar sein und beim Hahn lieber etwas härter ausfallen. Das ist besser als ein zu flach getragener Schwanzaufbau.
 
Wichtig ist, dass der Rücken waagerecht verläuft und nur die Schwanzfedern winkeln. Hohlrunde Rückenlinie oder ein Anstieg ist nicht gestattet und sollte mit unteren Noten geahndet werden. Ein waagerecht getragener Flügel gehört ebenfalls zum Rassebild.
 
Im Stand kaum mittelhoch und zartknochig sind weitere Merkmale. Auch sollte man darauf achten, dass das Brustbein die nötige Länge hat. Denn Brustbeinlänge und Zartknochigkeit sind Leistungsmerkmale, auf die wir besonders achten sollten.
 
Der Begriff etwas lockeres Gefieder“ wird oft zu wörtlich genommen. Auf keinen Fall sollten die Schenkel zu bauschig werden. und das übrige Mantelgefieder ebenfalls gut anliegen. Anmerken möchte ich hier noch, dass Hennen mit zu lockeren und flaumigen Schenkeln auch keinen festen Schopf aufweisen, denn dies steht im engen Zusammenhang. Auf eine breite Feder ist in jedem Fall zu achten und das gilt für die Steuern der Hennen sowie auf die Besichelung der Hähne, die im Abschluss gut gerundet enden. Spitz endende Sichelfedern beim Hahn. gehören nicht in eine Steirerzucht. Dieser Forderung sollte man in Zukunft mehr Beachtung schenken.
 
Das im Standard angegebene Eigewicht wird leicht überboten, 42 g ist die Norm. Bel optimaler Fütterung legen Zwerg-Sulmtaler 180 Eier im ersten Jahr.
 

Ein Blickfang unserer Rasse ist zweifels- ohne der Kopf, der zart sein sollte. Auch der Kamm und die Kehllappen werden eher klein als zu grob gewünscht. Den Hinterkopf der Henne ziert ein kleiner fester Schopf, der möglichst aus festen und gut strukturierten Federn bestehen sollte. Beim Hahn ist der Schopf nicht so ausgeprägt und es genügen schon einige wenige Federn, die dann geschlechtsspezifisch auch spitz sind. Vier bis sechs nicht zu breit angesetzte Zacken zieren den Kamm. Eine Besonderheit der Steirerhühner ist die gut ausgeprägte Quetschfalte im Hennenkamm.

Der Hahn sollte einen einfachen Stehkamm haben. Eine kleine Stützfalte darf es aber sein, damit trägt man zum Erhalt der Quetschfalte bei der Henne bei. Aber Vorsicht bei zu großzügiger Auslegung. Das Gesicht ist immer gut durchblutet rot und eine gut gerundete weiße Ohrscheibe ist der i-Punkt. Leicht gerötete Ränder sind dabei zugelassen und verhindern besonders beim Hahn das Auftreten von Gesichtsschimmel.

 
Zur Farbe der gold-weizenfarbigen Zwerg-Sulmtaler möchte ich hier nur kurz einige Besonderheiten erwähnen. Wichtig ist bei den Hennen eine deutlich weizen farbige Decken- und Rückenfarbe. Der Hals sollte kastanienbraun sein, ohne Schaftstrich und Säumung. Brust und Bauch sowie Schopf werden möglichst zeichnungsfrei und hell semmelgelb ver- langt. Säumung ist auch hier ein Fehler. Sind dann noch die Steuern am Ende schwarz, haben wir das ideale kontrastrei che Farbbild. Auf dunkles Untergefieder ist zu achten. Auch bei den gold-weizenfarbi-
 
gen Hähnen gibt es einige Punkte, auf die besonders Wert zu legen ist. Kopf und Schopf sollten am dunkelsten sein, einer Kastanie gleichend. Der Halsbehang erscheint goldbraun und muss nach unten aufhellen. Schaftstrichzeichnung ist, wie bei der Henne, nicht gern gesehen. Die Brustfarbe ist rein schwarz und auf keinen Fall gesäumt. Alle schwarzen Gefiederfelder sind möglichst käfergrün glänzend. Ein braunrotes Flügeldreieck sollte klar erkennbar sein.
 
In den letzten Jahren sind durch Zfr. Dieter Vogel aus Schöneck noch Blau Weizenfarbige und Silber-Weizenfarbige herausgezüchtet und zur Anerkennung gebracht worden. Die Blau-Silberweizen- farbigen wurden in Deutschland ebenfalls zur Vorstellung gebracht und haben ihre Anerkennung im Stammland der Steirer- Hühner Österreich erreicht. Über diese drei neuen Farbenschläge der Zwerg-Sulmtaler wird in einem späteren Beitrag berichtet.
Stamm Blau-Silber-Weizenfarbig
Goldz-Weizenfarbiger Stamm
Nach oben scrollen